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"Und fliegst du auch rastlos hin und her, einsam, wie das Schiff im weiten Meer, getrieben von der Hoffnung wie das Schiff vom Wind, flieg nur weiter, flieg mein Kind." - Tom Borg - Eines meiner absoluten Lieblingszitate. Eventuell sogar ein Tattoo-Kandidat?
17.5.13 00:51


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28.4.13 22:01


Farben und Tiefe

Wenn mich jemand heute fragen würde, aus was das Leben besteht, dann würde ich spontan sagen: Farben und Tiefe. Wenn mich dann jemand fragen würde, was Farben und Tiefe für mich sind, dann würde ich sagen: Farben - Meine Freunde und meine Mitmenschen, meine freie Zeit, Tiefe - Ich, mein Erleben, meine Gedanken, meine Träume. Wenn mich jemand fragen würde, was mir das bringt, dann würde ich sagen: Farben - bringen mir Erinnerungen und Tiefe - bringt mir Erfahrung. Wenn mich jemand fragen würde, kann man das so trennen? Wäre die Antwort klar und deutlich: Nein. Oder doch? Ich weiß es nicht. Aber ich denke, ich brauche beides. Farben. Was wäre ohne das Leben ohne Farbe? Freundschaften. Eines habe ich gelernt, wer Freundschaften schließen will, und damit mein ich FREUNDSCHAFTEN, nicht "Nutzverbindungen" der muss mehr geben als nehmen, mehr bieten als fordern. Wieso das? Weil man sich bewusst werden sollte, dass das gegenüber auch ein Mensch ist. Wenn dein gegenüber dann auch so denkt, mehr geben als nehmen, mehr bieten als fordern, dann finde ich, ist das eine gute Basis. Indem ich bei manchen Menschen angefangen habe ihnen mehr geben als nehmen, dann ist ihnen das freudig aufgefallen - und sie gaben freudig und mit vollem zurück. Das ist der Unterschied zu den "Nutzverbindungen" wie ich es immer nenne. Bei Freundschaften, wie ich sie definiere, gibt man aus dem Herz heraus - sprich, ganz einfach, weil man es so will, nicht weil man sollte oder muss. Sei es Respekt oder Verständnis, Zuhören und Gedanken machen, was auch immer, auch kleine Gesten. Daraus ensteht (oder entstand) auch die tiefe Dankbarkeit, die ich gegenüber manchen Menschen habe, wegen ihres freudiges Gebens - einfach weil es ich bin. Und die Tiefe. Die ensteht teilweiße aus Erfahrungen und gibt auch teilweiße Erfahrungen. Über sich selbst, was man kann, wie man kann. Woher man sich diese Tiefe zieht, dass kann ganz unterschiedlich sein. Auch aus Freundschaften? Musik, Gedichte, zu Bildern gefasste Worte, aus Worten gefasste Bilder, Eindrücke, Zitate, Philosophie, Gefühl. Hm, zusammengefasst lässt sich sagen: Ohne die Farben wäre das Leben grau. Und ohne die Tiefe oberflächlich. Für mich ist das ein spannendes Thema, da werde ich auch dran bleiben, das ist sicher.
24.4.13 23:11


Es war einmal... Teil 1. Tautropfen und Bier

Zack. Eine Erinnerung. Nur eine von so vielen!
Aber die, die werde ich heute aufschreiben.
Wie glücklich wir damals waren. Wie glücklich ich damals war.
Und wir wussten es nicht einmal.
Warum?
Ganz einfach: Weil ich nicht daran dachte, dass es mal enden würde.
Frischer Morgentau, wenn wir geschwänzt haben.
Saßen neben einander auf dieser Parkbank auf diesem Waldspielplatz, die frühe Morgensonne ließ den Tau auf den Gräßern glitzern und die Luft roch sich so frisch gewaschen.
Wir mittendrin, am rauchen, am Musik hören (damals noch mit Discman!) am Chips essen, am Bier trinken, am reden und - das ist wichtig, auch am schweigen.
Lachten darüber, dass unsere Klassenkameraden sich gerade mit unserer Französischlehrerin rumschlagen mussten.
Redeten über Gott und die Welt, Dinge, die passiert waren, Dinge, von denen wir wünschten sie würden passieren, von Freundschaft, von Unsicherheit und Selbstzweifeln, von Angst, von der Liebe. Nichts davon untermalt von falschem 'Aber-das-juckt-mich-nicht-großartig'-Lachen, nichts verschönt, nichts verstellt, nein, wir haben echt und entspannt mit - und voreinander geredet und geschwiegen.
Aber meistens gepackt in einer Art Tragikkomödie, so lagen wir manchmal halb auf dem Boden vor lachen, mal waren wir so wütend oder unsere depressive Ader schoss uns so ins Blut, dass wir irgendwelche Sachen gegen die Bäume schleuderten.
Wie oft wir uns sagten "Ist doch scheisse, alles!" ohne zu wissen, dass es nicht stimmt.
Dieses Schuljahr habe ich dann natürlich so verkackt wie das davor, bin mit Pauken und Trompeten durchgerasselt und zusammengefasst muss ich sagen: Ich bin froh darüber.
Ich hätte jene Person die dabei war, nie kennengelernt, wäre ich nicht sitzengeblieben. Ich hätte jene Erinnerungen nicht, wenn wir nicht zum Teil wochenlang geschwänzt hätten.
Und am wichtigsten: Ich hätte diese Freundschaft nie erlebt, die es bis heute noch gibt. Wenn auch nicht mehr so intensiv, dazu ist die Kilometerzahl zwischen unseren Wohnorten einfach zu groß.
Auch wenn mich das erinnern traurig macht - die Dankbarkeit, so eine Erinnerung haben zu dürfen, bleibt.
9.3.13 21:28


Vom Ausbrechen und Einfangen

Irgendwie, ja irgendwie, leben wir doch in einer Welt, in der eines vorherrscht: Routine. Es scheint fast so, als verblassen die Farben, die man als Kind noch deutlich sah, an die man sich in der Jugend noch klammerte und die einem, je älter man wird, mehr und mehr und vor allem schneller aus den Händen gleiten zu scheint. Es beginnt ja schon morgens, man tritt an die Bushaltestelle. Wie jeden Morgen hat man um 6:02 Uhr das Haus verlassen, wie jeden Morgen sich ne Zigarette angesteckt, wie jeden Morgen muss man sich ein bisschen beeilen, um den Bus noch zu bekommen. Man weiß schon, wie es ablaufen wird: Im Bushäuschen selbst steht der Typ mit der Brille, der entweder einen schwarzen oder grauen Pulli anhat. Paar Meter weiter der Typ mit der Aktentasche, direkt neben dem die ältere Frau mit den beigen Mantel. Ich stell mich, wie jeden Morgen, auf die Stelle zwischen dem Typ mit der Brille und dem Mann mit der Aktentasche, Musik in den Ohren und schmeiße die Kippe meistens weg, kurz bevor der Bus kommt. Die gleichen aber doch unbekannten Gesichter steigen wie immer an den selben Haltestellen ein, das eigentlich traurige ist, man weiß sogar schon wo sie sich hinsetzen werden. Eine kleine Hoffnung an einer gewissen Haltestelle dass jemand gewisses dort einsteigt, aber das hat sich bisher leider noch nicht ergeben und wird es wohl auch nicht. Wobei, sag niemals nie! Meine Güte! Das wäre dann eine wahre Farb-Explosion! Na ja, stattdessen hat man dann nen dicken, keuchenden und hustenden Mann neben sich, bei dem man nicht weiß, ob man genervt sein soll oder ob man besser Mitleid mit den hat. Oder irgendeine, ich nenne sie gern Acarden-tussi gegenüber von einem, die die so laut Kaugummi kauen muss, dass ich es durch meine Kopfhörer höre und die ein Gesicht zieht, als hätte man ihr grade Sauerkraut ins Gesicht geschmissen. Irgendwie schon aufmunternd, wenn man dann weiß, dass man zumindest in dieser Jahreszeit ab und an damit rechnen kann, so auf der Höhe der Kuhwiesen einen phänomenalen Sonnenaufgang entdecken zu dürfen, der mit aller Pracht und Macht rosa, orange, gelb und rot durch das kühle Morgengrau bricht und der einem doch noch ganz bisschen Hoffnung und Freude auf jene Tage macht, an denen man vielleicht doch nochmals ausbrechen kann...
7.3.13 22:20





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