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Vom Ausbrechen und Einfangen

Irgendwie, ja irgendwie, leben wir doch in einer Welt, in der eines vorherrscht: Routine. Es scheint fast so, als verblassen die Farben, die man als Kind noch deutlich sah, an die man sich in der Jugend noch klammerte und die einem, je älter man wird, mehr und mehr und vor allem schneller aus den Händen gleiten zu scheint. Es beginnt ja schon morgens, man tritt an die Bushaltestelle. Wie jeden Morgen hat man um 6:02 Uhr das Haus verlassen, wie jeden Morgen sich ne Zigarette angesteckt, wie jeden Morgen muss man sich ein bisschen beeilen, um den Bus noch zu bekommen. Man weiß schon, wie es ablaufen wird: Im Bushäuschen selbst steht der Typ mit der Brille, der entweder einen schwarzen oder grauen Pulli anhat. Paar Meter weiter der Typ mit der Aktentasche, direkt neben dem die ältere Frau mit den beigen Mantel. Ich stell mich, wie jeden Morgen, auf die Stelle zwischen dem Typ mit der Brille und dem Mann mit der Aktentasche, Musik in den Ohren und schmeiße die Kippe meistens weg, kurz bevor der Bus kommt. Die gleichen aber doch unbekannten Gesichter steigen wie immer an den selben Haltestellen ein, das eigentlich traurige ist, man weiß sogar schon wo sie sich hinsetzen werden. Eine kleine Hoffnung an einer gewissen Haltestelle dass jemand gewisses dort einsteigt, aber das hat sich bisher leider noch nicht ergeben und wird es wohl auch nicht. Wobei, sag niemals nie! Meine Güte! Das wäre dann eine wahre Farb-Explosion! Na ja, stattdessen hat man dann nen dicken, keuchenden und hustenden Mann neben sich, bei dem man nicht weiß, ob man genervt sein soll oder ob man besser Mitleid mit den hat. Oder irgendeine, ich nenne sie gern Acarden-tussi gegenüber von einem, die die so laut Kaugummi kauen muss, dass ich es durch meine Kopfhörer höre und die ein Gesicht zieht, als hätte man ihr grade Sauerkraut ins Gesicht geschmissen. Irgendwie schon aufmunternd, wenn man dann weiß, dass man zumindest in dieser Jahreszeit ab und an damit rechnen kann, so auf der Höhe der Kuhwiesen einen phänomenalen Sonnenaufgang entdecken zu dürfen, der mit aller Pracht und Macht rosa, orange, gelb und rot durch das kühle Morgengrau bricht und der einem doch noch ganz bisschen Hoffnung und Freude auf jene Tage macht, an denen man vielleicht doch nochmals ausbrechen kann...
7.3.13 22:20
 


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