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Es war einmal... Teil 1. Tautropfen und Bier

Zack. Eine Erinnerung. Nur eine von so vielen!
Aber die, die werde ich heute aufschreiben.
Wie glücklich wir damals waren. Wie glücklich ich damals war.
Und wir wussten es nicht einmal.
Warum?
Ganz einfach: Weil ich nicht daran dachte, dass es mal enden würde.
Frischer Morgentau, wenn wir geschwänzt haben.
Saßen neben einander auf dieser Parkbank auf diesem Waldspielplatz, die frühe Morgensonne ließ den Tau auf den Gräßern glitzern und die Luft roch sich so frisch gewaschen.
Wir mittendrin, am rauchen, am Musik hören (damals noch mit Discman!) am Chips essen, am Bier trinken, am reden und - das ist wichtig, auch am schweigen.
Lachten darüber, dass unsere Klassenkameraden sich gerade mit unserer Französischlehrerin rumschlagen mussten.
Redeten über Gott und die Welt, Dinge, die passiert waren, Dinge, von denen wir wünschten sie würden passieren, von Freundschaft, von Unsicherheit und Selbstzweifeln, von Angst, von der Liebe. Nichts davon untermalt von falschem 'Aber-das-juckt-mich-nicht-großartig'-Lachen, nichts verschönt, nichts verstellt, nein, wir haben echt und entspannt mit - und voreinander geredet und geschwiegen.
Aber meistens gepackt in einer Art Tragikkomödie, so lagen wir manchmal halb auf dem Boden vor lachen, mal waren wir so wütend oder unsere depressive Ader schoss uns so ins Blut, dass wir irgendwelche Sachen gegen die Bäume schleuderten.
Wie oft wir uns sagten "Ist doch scheisse, alles!" ohne zu wissen, dass es nicht stimmt.
Dieses Schuljahr habe ich dann natürlich so verkackt wie das davor, bin mit Pauken und Trompeten durchgerasselt und zusammengefasst muss ich sagen: Ich bin froh darüber.
Ich hätte jene Person die dabei war, nie kennengelernt, wäre ich nicht sitzengeblieben. Ich hätte jene Erinnerungen nicht, wenn wir nicht zum Teil wochenlang geschwänzt hätten.
Und am wichtigsten: Ich hätte diese Freundschaft nie erlebt, die es bis heute noch gibt. Wenn auch nicht mehr so intensiv, dazu ist die Kilometerzahl zwischen unseren Wohnorten einfach zu groß.
Auch wenn mich das erinnern traurig macht - die Dankbarkeit, so eine Erinnerung haben zu dürfen, bleibt.
9.3.13 21:28
 


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